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Gedenken - Orte der Erinnerung

Auf unseren Friedhöfen gibt es mehrer Orte des Gedenkens.

 

 

Gedenkort für Sebastian

 

Am 1. Juli verunglückte der 10-jährige Sebastian tödlich. Er grub

sich am Strand ein so tiefes Loch im Sand, dass er verschüttet 

wurde. 3 Tage brauchte es, bis er gefunden wurde.

 

Am 8.Juli 2012 fand eine Gedenkfeier statt, bei der diese Pricke 

mit einer Flagge am Strand ein Gedenkort für Sebastian wurde. 

Die Flagge gehört zum Flaggenalphabet und steht für das S.

Im August 2012  zog die Pricke mit der Flagge auf den Neuen 

Friedhof der St.-Clemens-Kirchengemeinde um.

 

Bis heute kommen dort Menschen und legen Blumen, Lämpchen,

Spielsachen oder andere Gegenstände ab.

 

Viele Menschen hat der Tod dieses Kindes, das so tief buddeln 

musste, berührt.

 

Foto vom 05.07.2013

 

 

Ehrenmal t

 

Auf dem Alten Friedhof im Eingangsbereich befindet sich das Ehrenmal,

drei Sandsteintafeln nebeneinander. In der Mitte sind die Namen der

Verstorbenen des 1. Weltkrieges eingetragen, links und rechts die Namen

der Verstorbenen des 2. Weltkrieges. Es handelt sich bei diesen Namen

um Menschen, die auf Amrum gelebt haben bzw. deren Familienmitglieder

nach dem Krieg auf Amrum leben oder gelebt haben.

 

Zu dem Ehrenmal gehören Namen von Menschen, die im ersten Weltkrieg

vor Helgoland auf einem Schiff umgekommen sind. Sie befinden sich bis

jetzt auf Terracotta-Tafeln, die in einem Kotoneasterbeet eingelassen sind.

 

 

 

 

 

Kriegsgräberstätte - Gedenkort für die Opfer von Kriegen und Gewalt

 

 

Auf dem Neuen Friedhof, am Ortsausgang von Nebel in Richtung Norden, befindet sich links vom Eingang eine

Kriegsgräberstätte. Dort wurden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges Menschen beerdigt, die in der Folge des Krieges 

nach Amrum gekommen waren. 22 Kinder sind dort beerdigt, eine ganze Familie, ein Ehepaar – Menschen, die heute 

keine Angehörigen mehr auf Amrum haben.

 

Die Kirchengemeinde hat diesen Ort, gesondert von dem übrigen Friedhof, als Flüchtlingsgrabstätte gepflegt. Dass dieses

eine  Kriegsgräberstätte ist, wurde den Verantwortlichen erst bewusst, als das Problem auftrat, wohin man die auf Amrum

angeschwemmten Soldaten des ersten Weltkrieges umbetten könnte. Denn diese lagen auf dem Alten Friedhof begraben, 

in der  Nähe des Gedenksteines für die im 1. und 2. Weltkrieg umgekommenen Amrumer. Und dieser Platz wurde für die

Neuaufstellung der historischen Grabsteine gebraucht.

 

Der Kirchengemeinderat hat sich intensiv mit dieser Situation auseinander gesetzt. Eine Planung wurde beim Garten- und 

Landschaftsplaner Holger Muhs, Schönberg, in Auftrag gegeben. Genehmigungen und Ratschläge wurden eingeholt, so dass

der Volksbund Kriegsgräberfürsorge und das zuständige Innenministerium einer Neugestaltung zustimmen konnten.

Am 18.November 2012 wurden im Anschluss an den Gottesdienst zum Volkstrauertag die Gebeinsreste der neun Soldaten

aus dem Ersten Weltkrieg umgebettet. Jetzt ist eine würdige Anlage einer Kriegsgräberstätte entstanden, auf der alle die 

beerdigt sind, die auf Amrum in der Folge des Krieges und der Gewaltherrschaft den Tod fanden.

 

Zur Gestaltung der Kriegsgräberstätte:

Die Gestaltungsaufgabe für Herrn Muhs war, eine würdige Anlage zu entwerfen, die ein Ort der Heilung und des Friedens 

werden soll.  Wir haben ihm dafür zwei Wünsche aufgegeben: Fließendes Wasser an einem Verweilort mit Sitzgelegenheiten,

stehend für Tränen, für Lösung / Auflösung / Erlösung. Und eine runde Form als Ausdruck des Bergens, des Schutzes, der

Geborgenheit. Herr Muhs hat diese Aufgabe meisterlich gelöst. Er schreibt: „Die Kriegsgräberstätte unterscheidet sich von 

der übrigen orthogonalen und „eckigen“ Gestaltung des Friedhofes: hier ist die gerundete Form einer Ellipseneinfassung

dominierend (Achse ca. 20 m, größte Breite 12,5 m). Der Rand der Ellipse wird durch ein ca. 1 m breites Band aus

Granit-Kleinpflaster befestigt. Die Achse der Ellipse ist gegenüber den orthogonalen Linien des Friedhofes geneigt.

Innerhalb der Umrandung befinden sich die Streifen aus Kieseln oder Splitt, in denen die Namenstafeln eingelassen sind. 

Die Kieselstreifen werden zur Optimierung der Pflege gegenüber den Rasenstreifen durch einen 20 cm breiten Pflasterstreifen

abgegrenzt. Im Norden befindet sich der gepflasterte Ort der Ruhe und Besinnung (optimal besonnt bis zum Abend) mit dem

Quellstein und  Sitzmöglichkeiten. Eine weitere Pflasterfläche ist im Südosten vorgesehen mit Informationstafel, einer 

Sitzbank und einem Papierkorb.“

 

                       

 

 

Bis zum 18. November 2012 ist es möglich geworden, die Erdarbeiten durchführen zu lassen. Auch der Quellstein hat

bereits seinen Ort gefunden. Es fehlen noch Bänke, eine Informationstafel und Schilder, die zu diesem Ort führen.

Die Friedhofskasse ist mit diesen Ausgaben nicht belastet worden. Beantragte Zuschüsse konnten bisher nicht in dem 

erforderlichen Umfang eingeworben werden, daran muss noch gearbeitet werden. Denn diese Anlage ist aufwändiger gestaltet

als die sonst üblichen Anlagen. Der Kirchengemeinderat hat das in Kauf genommen, denn das Anliegen, einen Ort des 

Friedens zu schaffen, war gewichtiger. Wir hoffen auf Wertschätzung durch die, die diesen Ort gerne aufsuchen werden.

 

 


 
 
 

 

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