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chronik  2011

Chroniken der letzten Jahre

Was geschah im Jahr 2011

Januar

Am Originaltag des Stiftungsfestes des Amrumer Posaunenchors, den 16. Januar 2011, lud Kirchenmusiker Freimut Stümke Musiker,

Familien und Freunde zum gemeinsamen Musizieren und Zuhören ein.

 

Der Amrumer Posaunenchor...

Bei dem alljährlichen Fest zeigen auch schon

die ganz kleinen Musikerinnen und Musiker

ihr Können. Der Amrumer Posaunenchor

eröffnete den musikalischen Nachmittag mit

“Joy to the world”. Freimut Stümke begrüßte

die Gäste und betonte die Wichtigkeit der

Musik hier auf Amrum. Mit einem kurzen

Soloauftritt stellten Liv Bendixen, Victor

Quedens und Oona Waya ihre ersten Schritte

an der Flöte unter Beweis und Tom Isemann

spielte seine ersten Töne auf der Trompete.

Im Nu zauberten die Kleinen ein Lächeln auf

die Gesichter der stolzen Eltern. Es wurden

noch keine Lieder nach Noten gespielt, aber

den Mut alleine vor Publikum die ersten Töne

zu spielen war den Kindern anzusehen und

vor allem die Erleichterung, als sie es

geschafft hatten. Einen großen Applaus hatten sich die Anfängerinnen und Anfänger verdient und gaben dann die Bühne frei

für die Größeren.

 

Vanessa Gerisch bekam von Freimut Stümke die silberne Trompete für dreijähriges Spielen überreicht.

Auch die Flötenkinder zeigten, was sie in den letzten drei Jahren alles gelernt hatten und so bekamen Jula Bissegger, Stina

Böhling, Elina Hansen, Monja Martens, Annika Meister und Magdalena Mossmann ihre silberne Flöte. Diese silberne

Ehrennadel zeichnen die Kinder in ihrer Treue und Ausdauer aus ein Instrument zu lernen und werden so in ihrer Gemeinschaft

bestärkt. Seit über 12 Jahren spielt der Erwachsenen-Flötenkreis zusammen und erfreute die Gäste an diesem Nachmittag mit einem Stück von Michael Preatorius. Mit wachen Ohren hörten die kleinen und großen Musiker dem Spiel zu und waren

begeistert, was man mit viel Übung und Leidenschaft zu einem Instrument und der Musik erreichen kann.

Der Nachmittag ging nach diesen großartigen musikalischen Vorstellungen in ein gemütliches Beisammensein über. Ein

Kaffeeund Kuchenbuffet war von den fleißigen Helferinnen auf die Beine gestellt worden und hatte viele Leckereien zu bieten.

Freimut Stümke zeigte eine Diashow mit Bildern aus den letzten beiden Jahren, die vorwiegend aus den alljährlichen Fahrten

zum Koppelberg bestanden. Die Freude zur Musik und die Begeisterung für ein Instrument stand ganz im Mittelpunkt und so

freut sich der Amrumer Posaunenchor und der Flötenkreis immer wieder über Interessierte und welche, die gerne mitspielen

möchten.                                                                                                     (Kinka Tadsen / Amrum-News v. 20.01.2011)

 

 

Februar

 

 März

Gebet und Mahnwache für Japan in der St. Clemens-Kirche  

Nach einem Aufruf von Pastorin Friederike Heinecke und einigen Anderen

trafen sich am Montag, den 14.3.2011, über sechzig Menschen spontan

in der St. Clemens-Kirche. Als stilles Zeichen der Anteilnahme und

Betroffenheit zündeten die Anwesenden Kerzen an. Im gemeinsamen

Gesang und in der Stille entfaltete sich eine Atmosphäre der tiefen

Verbundenheit mit den Opfern der Naturkatastrophe in Japan

Anschließend äußerten Anwesende ihre Angst, ihre Hilflosigkeit, ihre

Wut und ihr Mitgefühl angesichts der Auswirkungen des Erdbebens und 

der unermesslichen Folgen des Atomunfalls.

Konfirmanden 2009-2011 

Bei den beiden Konfirmationen kamen durch Kollekten und Einzelspenden einiger Konfirmierter 624,29 Euro zusammen. 

Die Konfirmanden haben die Kollekte für das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg bestimmt. 

Die Konfigruppe nach dem Vorstellungsgottesdienst am 27.03.2011 vor der St.Clemens Kirche.

 (v.l.n.r.) Oke Martinen, Aenne Andresen, Nanning Tadsen, Liv Sophie Kristensen, Jette Tadsen, Hanna Brinkmann,  

Sven Tieze, Jakob Michels, Jasmin Peters, Robin Martinen, Hanne Dethlefsen, Marwin Martinen, Tom Kristensen, 

Marvin Hansen, Lasse Stock und Pastorin Friederike Heinecke.

 

 

April

Lasst 1000 Windräder drehen! 

Auf Amrum nahmen am Ostermontag über 50 Menschen an der

Mahnwache vor der St. Clemens-Kirche teil. Anlass für diese Aktion

war der 25. Jahrestag der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl.

Mit selbstgebastelten Windrädern wurde bei strahlendem

Sonnenschein für einen Richtungswechsel in der bundesweiten

Energiepolitik unter dem Motto „Regenerative Energie:  Ja bitte!“

demonstriert.

Eine weitere Forderung der Amrumer sowie der Aktionen überall in

Deutschland ist, endlich Konsequenzen zu ziehen und die Atom-

kraftwerke abzuschalten.

 

In großer Betroffenheit über die Ereignisse in Japan und mit dem festen

Willen,gemeinsam dafür zu streiten, dass die Atomkraftwerke in der

Bundesrepublik endlich stillgelegt werden, finden seit Beginn der

japanischen Reaktorkatastrophe immer montags in zahlreichen Orten

Aktionen und Mahnwachen statt. Insgesamt beteiligen sich über

140.000 Menschen im ganzen Bundesgebiet daran. Die Mahnwachen

mit Gebet in der St.-Clemens-Kirche auf Amrum werden auch in den

nächsten Wochen jeden Montag um 18 Uhr fortgesetzt.

 

Mai

 

Juni

Pfingstmontag - Gottesdienst unter freiem Himmel mit Turmbau zu Babel

 

Am Pfingstmontag, den 13.Juni, fand um ein Gottesdienst unter freiem Himmel an der Nebeler Mühle statt.

Mit Posaunen und Trompeten, unserem Kinderchor, sowie den Clemies, die den Turmbau zu Babel und das Pfingstereignis

spielerisch darstellten. Große und Kleine, Alte und Junge, Gäste und Amrumer, alle waren gekommen um sich dieses

Ereignis nicht entgehen zulassen. Im Anschluss feierte die Mühle ihren Mühlentag anlässlich des Deutschen Mühlentages 2011.

 

             

 

Juli

 

August

Sommerfest am Sonntag, den 07.08.2011           

 

Ab 10.00 Uhr war das Sommerfest mit einem Festgottesdienst mit reichhaltiger musikalischer Begleitung in der Kirche

eröffnet. Ab 12.00 Uhr herrschte buntes Treiben in und um das St.Clemens-Hüs. Für das leibliche Wohl war gesorgt

und für die Kleinen gab es Mandala legen, Drachenbauen und Spiele.

Um 20.30 Uhr wurde der Tag mit einem Benefizkonzert in der Kirche abgerundet. Erlöse und Spenden dieses Tages

flossen in die Stiftung "üüs skap" für Kirche und Musik.

 

 

September

Die 8. Amrumer Chortage vom 04.-10.September 2011

Zum achten Mal fanden im vergangenen Jahr vom 4. bis

10. September die Amrumer Chortage statt.

72 Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland probten

eine Woche lang vier Stunden täglich unter der Leitung von

Freimut und Iris Stümke.

Mit so vielen anderen Stimmen polyphone Stücke

einzustudieren hat einen besonderen Reiz, auch für

die beiden Chorleiter. Sie genießen alle 2 Jahre im

Sommer diese Möglichkeit, mit geübten Frauen und Männerstimmen über einen längeren Zeitraum

schwierigere Chorstücke einzuüben und an Ausdruckskraft

sowie Klang zu arbeiten. Wie gut das auch im letzten Jahr

gelungen ist, war am Ende der Woche in zwei Konzerten

zu hören, am Freitagabend im Norddorfer Gemeindehaus

und am Samstag in Wyk-Boldixum.

 

Das sechsstimmige „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ von Heinrich Schütz und die achtstimmige Motette „Os justi“

von Anton Bruckner waren komplexe Chorstücke, die eindrucksvoll und mit vollem Klang vorgetragen wurden.

Genau wie die Werke aus der Romantik „Stilla sköna aftontimma“ von Oskar Lindberg und „Calme des nuits“ von Camille

Saint-Saëns. Die Solisten Hans und Sabine Syperek waren mit Werken für Klavier und Querflöte von Donicetti und Vivaldi

eine gute Ergänzung in dem stimmig zusammengestellten Programm.

Besonders interessant – für Sänger und Zuhörer gleichermaßen – war sicher die Motette zum Abschluss „Ich lasse dich

nicht, du segnest mich denn“ von Johann Sebastian Bach für zwei vierstimmige Chöre.

Die Chortage mit den beiden Konzerten zeigten wiederum, wie viele besondere Darbietungen und Zusammenklänge im

Rahmen der Kirchenmusik auf Amrum entstehen.                 

 

                             

Endlich geht es los! 

 

Seit zwei Jahren arbeitet die Kirchengemeinde St.-Clemens daran, dass die 152 historischen Grabsteine auf dem 

Alten  Friedhof restauriert werden können und dass sie angemessen aufgestellt werden. 

Jetzt, endlich!, ist es so weit:  Malaika Krohn, Restauratorin aus Timmendorfer Strand, ist mit zwei Steinmetzen

gekommen und wird die ersten 50 historischen Grabsteine restaurieren. Es werden zunächst die Steine auf dem

sogenannten historischen Teil des Friedhofes restauriert. Hier gibt es die meisten Patenschaften.

 

       

 

Die gereinigten Steine werden in Regalen zwischengelagert, die auf dem vorderen und dem hinteren Teil des 

Friedhofes stehen werden.

Viele Patinnen und Paten, Spenderinnen und Spender der historischen Grabsteine sind froh, dass es jetzt losgeht. 

Mit ihrer Patenschaft und den Spenden haben sie eine besondere Beziehung zu den historischen Grabsteinen. 

Die Aktiv-Region Uthlande hat finanzielle Mittel bewilligt, die diesen ersten Schritt überhaupt ermöglichen.

 

Das gesamte Projekt ist noch auf Spenden angewiesen. Unter dem Motto "Werden Sie steinreich" wirbt die Kirchen-

gemeinde um Patenschaften für die historischen Grabsteine, die ein Kulturgut ersten Ranges sind.

Mehr Infos zum Projekt........hier

 

Fotos zu den Restaurierungsarbeiten an den Historischen Grabsteinen........Fotostrecke hier klicken

 

Oktober

"Das Amrumer Missale" vom 05.-07.10. wieder auf Amrum

Von Mittwoch, dem 5. bis Freitag, dem 7.Oktober wird in der Zeit von 10.00 - 16.00 Uhr das Amrumer Exemplar

des Missale Slesvicense in der St.Clemens-Kirche gezeigt.

 

"Das Amrumer Missale" ist ein Messbuch, das in Schleswig als erstes mit beweglichen Lettern gedrucktes Buch 1486 

von dem Buchdrucker Steffen Arndes gedruckt wurde. Ein Messbuch ist ein Gottesdienstbuch. Es enthält Texte und

Gesänge, die im Gottesdienst zu lesen und zu singen waren. Da es aus katholischer Zeit stammt, wurde es

im Jahr 1524, als die Reformation auf Amrum Einzug hielt, nicht mehr gebraucht. Es diente fortan auf den Seitenrändern

als Ort, an dem chronistische Einträgegemacht wurden. Die jeweiligen Pastorin berichteten dort von Ereignissen der Insel.

Das Buch verfiel. Zum Ende des letzten Jahrhunderts hätte man es verloren geben müssen, wäre es nicht durch kluge

und aufwändige Technik möglich geworden, dieses Buch zu restaurieren. Jetzt ist das Buch wieder ein richtiges Buch.

Es wird in einer Vitrine zu sehen sein. Außerdem wird der Restaurierungsprozess in Fotos dokumentiert zu sehen sein.

Die Seiteneinträge sind bisher abgeschrieben  und interpretiert worden, aber noch nicht wissenschaftlich historisch erforscht

worden. Die Präsentation des Amrumer Exemplars des Missale Slesvicense befindet sich nach wie vor im Besitz der

Kirchengemeinde St.Clemens. Alle zwei Jahre wird es der Öffentlichkeit durch diese Art der Präsentation zugänglich gemacht.

 

November

Gemeindeversammlung vom 13.11.2011

Für alle Interessierten hier das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 13.11.2011 als pdf-Datei.....ansehen

Dezember

Friedenslicht auf Amrum

 

Am 3.Advent wurde das Friedenslicht aus Bethlehem von Pfadfindern bis nach Kiel

gebracht. Dorthin kamen alle die, die es zu sich nach hause holen wollten. Auf dem

Bahnhof wurden die Pfadfinder empfangen, in einer Menschentraube gingen alle

zusammen zur Nicolai-Kirche, wo ein Aussendungsgottesdienst stattfand. Von dort

nahmen die beiden Amrumer  Werner Peters und Frank Hansen das Licht in Empfang.

Beim Zwischenhalt der Fähre in Wyk auf Föhr wurde das Friedenslicht den Föhrern

übergeben. Jetzt wird es in den Häusern gehütet, bis es am Heiligen Abend nach den

Gottesdiensten für alle bereit steht.

 

 

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